Die Spielzeugwerkstatt | Geschichten und Träume aus Holz aus den Bergen

Ausstellung

Am Freitag, den 8. Mai um 18 Uhr eröffnet das METS die Ausstellung „Die Spielzeugwerkstatt. Geschichten und Träume aus Holz aus den Bergen“ – eine Ausstellung, die dazu einlädt, Holzspielzeug mit neuen Augen zu betrachten: nicht nur als Spielzeug, sondern als authentisches Zeugnis der Geschichte, der Gesellschaft und der alpinen Kultur zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert.
Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl aus einer Sammlung von außergewöhnlichem Wert, die das Museum kürzlich erworben hat: Hunderte von handgeschnitzten und bemalten Spielzeugen, Ausdruck einer seltenen Sammlung, die das Spiel in den verschiedenen sozialen Schichten beleuchtet und einen lebendigen Einblick in den Alltag vergangener Zeiten vermittelt.

Was erzählt uns ein Holzspielzeug? Was kann uns ein antikes Spielzeug lehren? Hinter jedem Gegenstand verbirgt sich eine Geschichte aus Arbeit, Kreativität und Notwendigkeit. In den Wintermonaten, wenn die landwirtschaftlichen Arbeiten ruhten, verwandelten die Bauernfamilien Holz – einen reichlich vorhandenen Rohstoff – in kleine handwerkliche Meisterwerke. So wurde der Bauer auch zum Handwerker und schuf Gegenstände, die handwerkliches Können und Fantasie vereinten.

In Tälern wie dem Grödnertal und dem Fassatal erreichte diese Tradition ein Höchstmaß an Perfektion, wobei ganze Familien einbezogen wurden und dank des Wanderhandels in ganz Europa eine Produktion entstand, die sich auch über die lokalen Grenzen hinaus ausbreitete.

Zudem wurden durch das Spiel Werte, soziale Rollen und Erwartungen vermittelt: Puppen, Miniaturwerkzeuge und Haushaltsgegenstände spiegelten eine bestimmte Weltanschauung wider und trugen zur Erziehung der Kleinsten und zu ihrer Zukunft in der Gemeinschaft bei.
„Die Spielzeugwerkstatt“ ist somit eine Reise in die Vergangenheit, die dazu einlädt, über die Gegenwart nachzudenken und den kulturellen und symbolischen Wert von nur scheinbar einfachen Gegenständen wiederzuentdecken.
Ergänzt wird der Ausstellungsparcours durch einen Spielbereich, der „auf Kinder und Familien zugeschnitten“ ist und in dem man sich frei und spontan dem Spielerlebnis hingeben kann.
Die Ausstellung ist bis zum 30. November 2026 zu sehen.

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